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Kirchen

Die Kirchen von Großengottern

 

Schon aus der Ferne grüßt unser Heimatort mit den Türmen seiner zwei Kirchen. Diese gehören zu je einer selbständigen Kirchengemeinde, die St. Walpurgis Kirche im Oberdorf und die St. Martini Kirche im Unterdorf. Beide Kirchen prägt der spätgotische Stil. Wer aus Richtung Bad Langensalza in unseren Ort kommt, sieht am Ortseingang die Kapelle des Hospitals "St. Andreas". Im Mittelalter erfolgte hier in einem Spitalhaus und zwei Nebengebäuden hospizliche Krankenpflege.

 

Beide Kirchen sind älter als die schriftlichen Zeugnisse, die in Verbindung mit ihnen existieren. Seit dem Jahr 1280 ist ein Pfarrer in Großengottern belegt, die älteste schriftliche Erwähnung einer Kirche datiert aus dem Jahr 1318. Für die St. Walpurgis Kirche ist nachgewiesen, dass 1494 eine Rekonstruktion und Erweiterung der Kirche erfolgte, die sich auf einen bereits vorhandenen Bau gründete. Seit 1500 hat sich das äußere Bild der Kirche kaum verändert. Auch die Martini Kirche ist wesentlich älter, als beurkundet werden kann. Der Schutzpatron der Kirche, der heilige Martin, war als Namensgeber in der Zeit der Christianisierung sehr beliebt.

 

St. Martini Kirche1.jpg Blick St. Walpurgis.jpg

St. Martini

St. Walpurgis

Die Jakobus-Kapelle in der Walpurgiskirche

 

Wie in der Walpurgis Kirche, erfolgten Rekonstruierung und Erweiterung auf bereits vorhandenen Gemäuern. Baugeschichtlich liegen beide Kirchen eng beieinander, auch Restaurierungen erfolgten in der Geschichte immer zeitnah. Der enge Zusammenhang beider Kirchen und ihr ähnliches Aussehen ist auf dem Kirchensiegel, der Kirchenfahne und nicht zuletzt auf dem Ortsiegel belegt.

 

Besonderheiten der St. Walpurgis Kirche sind das nebenan liegende Pfarrhaus und der Torweg zur Kirche.

Im Turm der Walpurgiskirche befindet sich die "Jakobus-Kapelle". Der Heiligenschrein zeigt die Figuren des St. Nicolaus, des Heiligen St. Jacobus und Walpurgis. Im Jahr 1999 kehrte der Altar nach über 20 Jahren Restaurierungsarbeiten in die Jakobuskirche zurück - ein großer Verdienst unseres Altpfarrers Axel Beyer.

Freunde der Orgelmusik wissen die gut erhaltene Trost-Orgel zu schätzen, die bei zahlreichen Konzerten erklingt. Neben Silbermann war Trost der bedeutendste Orgelbauer des 18. Jahrhunderts.  Die gottersche Orgel (1716) ist die älteste von drei noch erhaltenen Trostorgeln und war das erste eigene Instrument des Orgelbauers. Sie im 19. Jahrhundert umgebaut und 1997 restauriert. Seit 1717 erfüllen nun die Klänge einer außergewöhnlichen Orgel unsere Kirche. Ein besonderer Höhepunkt sind die Konzerte der international Bekannten schweizer Organistin Verena Förster, die unsere Orgel sehr schätzt und regelmäßig hier Konzerte gibt.